Mein Kulturwochenende in Potsdam

Die brandenburgische Landeshauptstadt besitzt ehrwürdige Tradition und kulturelles Leben. Potsdam hat Schlösser inmitten einer wunderschönen Seenlandschaft. Dies alles schuf beste Voraussetzungen, um in Potsdam ein verlängertes Wochenende zu verbringen.

Die Innenstadt mit Schloß Sanssouci

Historisch gesehen ist Potsdam eine ehemalige Residenzstadt des Königs Friedrich des Großen. Ein Wahrzeichen der Stadt ist Schloss Sanssouci mit der Orangerie, welches der preußische König im 18. Jahrhundert errichten ließ. Der Baustil des Rokoko war stark an das Schloss von Versailles in der Nähe von Paris angelehnt. Europas Adelsfamilien beachteten den Luxus des französischen Königs Ludwig IV. Das neue Palais befindet sich im Westen der Parkanlage von Sanssouci. Der Park Sanssouci ist eine vollendete Komposition. Marmorfiguren und Bäume säumen die breiten Wege. Ausgedehnte Grünflächen formen den Park zu einer Oase. Besucher, die Sanssouci im Freien erleben möchten, sollten dem Park einen Besuch zwischen Mai und Oktober abstatten. Nachdem ich den Schlosspark von Schloss Sanssouci besucht hatte, überlegte ich, ob ich in die nah gelegene Altstadt von Potsdam laufen sollte. Ich entschied mich für einen weiteren Spaziergang. Historische Straßenzüge aus Kopfsteinpflaster wiesen mir den Weg. Vorbei ging es an kleineren Restaurants und Cafés, welche Tische und Stühle im Freien platziert hatten. Vor mir lag die Fußgängerzone Brandenburger Straße, die sich quer durch die Potsdamer Innenstadt zieht. Die Stimmung unter den Passanten war sehr gut. Kleinere Geschäfte luden zum Stöbern ein. Das Kaufhaus Karstadt war gut in die vorhandene Gebäudesubstanz integriert worden. Die Häuserfassaden machten einen sehr sauberen Eindruck. Die katholische Kirche St. Peter und Paul auf dem Bassinplatz ist einen Besuch wert. Markant bleibt die Ausgestaltung des Altarraumes mit den Aposteln Petrus und Paulus. Am anderen Ende der Fußgängerzone ist das Brandenburger Tor von Potsdam zu sehen. Früher besaß das prunkvolle Tor zusätzliche Torhäuser. Das holländische Viertel präsentierte sich als eine weiträumige Häuserlandschaft. Die Verwendung von roten Ziegelsteinen und weißen Portalen gibt dem Viertel ein niederländisches Flair.

Das Filmstudio Babelsberg

Interessant ist auch ein Besuch des Filmstudios Babelsberg. Es ist das größte Filmstudio Europas. Potsdam-Babelsberg wird von der Film- und Medienbranche beansprucht. Hierzu gehört die Filmuniversität Konrad Wolf, der Filmpark Babelsberg, der Sender des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB).
Potsdam ist durch die Autobahn, die in Berlin auch als Avus bezeichnet wird, mit Berlin verbunden. Nach einer kurzen Autofahrt erreiche ich das Europacenter und beabsichtige eine Stadtrundfahrt zu machen.

Stadtrundfahrt durch Berlin

Die klassische Stadtrundfahrt durch Berlin deckte alle interessanten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt ab. Ich bezahlte weniger als 20 EUR. Es fuhr ein typischer Berliner Doppeldeckerbus. Die Stadtrundfahrt dauerte etwa zwei Stunden. An mir zogen der Kurfürstendamm mit Gedächtniskirche, Siegessäule, Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor, die Straße „Unter den Linden“, Berliner Dom und die Museumsinsel vorbei. Ich konnte einen guten Eindruck von Berlin mitnehmen.