Potsdam-Blog: Das Weblog von Potsdamern für Potsdamer

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Mi
21
Jun '06

Einfach mal abschalten

Wenn man als heterosexueller Mann in einer Beziehung mit einer ähnlich gepolten Frau lebt, kommt man immer wieder in die Gelegenheit sich amerikanische Vorabendserien anzuschauen. Die Tatsache, dass die Folgen vom Vortag schon ab 10:00 Uhr wiederholt werden und sich die Ausstrahlung der neuen nahtlos anschließt, macht den ganzen Tag zum Vorabend.
Am eigenen Leib hab ich gespürt wie unterschwellig sich diese Formate ganz beiläufig das Interesse erschleichen. Natürlich versuche ich mich dem zu verweigern, jedoch ertappe ich mich immer wieder, wie ich meine Freundin nach Neuigkeiten in einschlägigen Serien frage. Ehrlich beschissen, aber irgenwie doch interessant finde ich die VOX-Serie “McLeods Töchter” (na gut ist wohl australisch). Diese stellt auf ekelhafte Weise dar, wie Frauen in einer Männerdomäne, nämlich einer Farm in Australien, gänzlich ohne das maskuline Pendant auskommen. Dabei werden Klischees bedient, dass es nur so raucht. Wie dem auch sei, die Schicksale der einzelnen Charaktere interessieren mich einfach.
Ähnlich bescheuert, nur schlimmer ist die Sendung “Gilmore Girls”! Habt ihr mal beobachtet wie sich die beiden Protagonisten ihres Zeichens Mutter und Tochter, und wer hätte es gedacht auch noch beste Freundinnen, unterhalten? Die hauen sich mit Coolness, Witz und Zynismus fast die Fresse ein. Eine einfache Frage nach der Uhrzeit wird da mal schnell zum Kleinkunstfestival. Aber wie sehr ich die beiden auch hasse, anschauen tu ich mir den Rotz trotzdem. Ich glaube dass man sich dem als Fernsehempfänger nur schwer entziehen kann. Ist die Glotze einmal an wird man, wie niveaulos die flimmernde Scheiße auch ist, unweigerlich in ihren Bann gezogen. Da hilft glaub ich nur Fenster auf und raus den Kasten. Oder im Sinne Peter Lustigs “einfach mal abschalten!”

Hausbesetzer wird Haus Am Stern angeboten

Die Wohnungsbaugesellschaft Pro Potsdam hat den ehemaligen Hausbesetzern aus der Babelsberger Johannsenstraße ein Haus angeboten. Per Erbpachtvertrag soll den etwa 10 Jugendlichen die ehemalige Geschäftsstelle der Gewoba in der Neuendorfer Straße 42 im Wohngebiet Am Stern zur Verfügung gestellt werden.
Eigentlich hatten die Hausbesetzer ihr soziokulturelles Wohnprojekt in Babelsberg verwirklichen wollen, jedoch soll das Haus in der Johannsenstraße ihrer Initiative “Wir wollen leben!” zum Trotz abgerissen werden.

Gelesen in den PNN