In einer neu erschienen Studie zur DDR-Geschichte im Unterricht haben Autoren untersucht, was in deutschen Schulbüchern über die DDR geschrieben wird, was die Lehrer über diese Zeit erzählen – und was davon bei den Schülern hängen bleibt.
Die über 230 Seiten starke Studie analysiert 63 Geschichtsbücher aus 10 Verlagen zur Geschichte der DDR als Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Auswertung der Untersuchung vermittelt ein sehr differenziertes Bild von dem, was den SchülerInnen im Unterricht zur Bearbeitung dieses Zeitabschnitts der jüngsten Geschichte Deutschlands angeboten wird. Sie belegt deutliche Defizite im Geschichtsunterricht; gerade was die deutsche Teilung angeht.
Verantwortlich für die mangelhaften Kenntnisse sind weniger die Schüler selbst als ihre Schulbücher und der Unterricht. Nur bei jedem zweiten Gymnasiasten stand die Geschichte der deutschen Teilung auf dem Stundenplan, obwohl das Thema Teil der Lehrpläne ist. “Oft bildet die NS-Zeit den Mittelpunkt des Geschichtsunterrichts, für die DDR-Geschichte fehlt am Ende einfach die Zeit,” kommentiert Marianne Demmer, stellvertretende Bundesvorsitzende der GEW, die Studienergebnisse.
“DDR-Geschichte im Unterricht” ist im Handel erhältlich (ISBN 978-3-938690-43-7) und http://www.gew.de/Binaries/Binary20170/Studie_DDR-Geschichte.pdf steht zum Download bereit.
Samson wundert sich und vermutet: die sind alle nicht dumm, die wissen nur nichts….
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