Die Freundschaftsinsel ist das Zuhause friedlicher Stauden und gestriger Statuen – umso merkwürdiger mutet es an, dass ausgerechnet an diesem Ort der Besinnung und Idylle den ganzen Sommer lang aufs Unfreundlichste randaliert worden ist. Man muss die in Bronze gegossene »Schönheit des Menschen in der Natur« ganz bestimmt nicht schön finden – ihr aber, wie im Juli tatsächlich (!!!) geschehen, in die ziemlich harten Weichteile zu treten und sie mit alten Computern zu bewerfen, ist definitiv keine legitime Art der Geschmacksäußerung. Was kann da helfen? Bestimmt keine Überwachung per Videokamera – wie man weiß, ist Elektroequipment auf der Schwemmlandinsel als Wurfgeschoss allzu beliebt. Sinnvoller erscheint da schon der ebenfalls avisierte Einsatz von Streetworkern (oder: Islandworkern?) in der nächsten Picknicksaison: Vielleicht gelingt es ihnen ja, die wütenden PC-Werfer unter den Insulanern in ein konstruktives Kunstgespräch über den sozialistischen Realismus zu verwickeln.




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