Archiv für den Monat: August 2007

Tierheimschliessung in Potsdam mathematisch nicht durchdacht

Ja, da haben wir es wieder. Jede Hausfrau kann besser rechnen als unsere Stadtverordneten, die ja alles für uns regeln sollen. Nachdem ich den Artikel in der letzten Zeitung gelesen habe, staut sich bei mir die Wut und ich habe größte Lust Herrn Platzeck am Samstag persönlich zu interwieven, wie ja am Tag der offenen Tür des Landtages möglich, jedoch bezweifele ich , das der normale Bürger wirklich dazu kommt. 

Punkt ist die Schliessung des Potsdamer Tierheimes zum Ende dieses Jahres, die an gleicher Stelle geplante Aufnahmestation ( 24 H ) und der geplante Vertragsabschluss mit dem Pfötchenhotel in Beelitz, wo ja nach Aussage der beigeordneten Müller nach  Tier und Nacht abgerechnet wird und Potsdam auf diese Weise ganz viel sparen will.

Nach meiner Information kostet das Pfötchenhotel pro Nacht 18 €. Das Tiuerheim beherbergt ca 1600 Tiere im Jahr, von denen ca 1000 wieder vermittelt werden.

Kurze Mathehilfe für unsere Abgeordneten:

1600Tiere/ Jahr = 133 Tiere Monat    

133 Tiere x 18 € =2394,00 € / Nacht

2.394,00 € x 30 Nächte = 71.820,00 € / Monat

71.820,00 € / Monat x 12 Monate = 861.840,00 €/ Jahr

Das macht das 6fache der bisherigen Kosten von 141.000 €/ Jahr aus, die die Stadt bisher zu tragen hatte. Jetzt werden einige sagen, okay, wir verhandeln ja mit dem Betreiber des Pfötchenhotels um den Preis, aber selbst, wenn der auf 10,00 € pro Nacht runtergeht, sind das 39.900,00 € im Monat und 478.800,00 € im Jahr.

Jetzt gibt es einige, die sagen werden, okay , aber das sind ja nun nicht immer 133 Tiere in einer Nacht= okay rechnen Sie also die Hälfte, einverstanden:

Immernoch bei 10,00 € / Nacht ca 239.400,00 € pro Jahr. hier haben wir noch nicht die inzwischen mit den gesammelten Spenden von 120.000,00 € aufgebaute Aufnahmestation dazu gerechnet, denn die soll ja 24 h betrieben werden; das könnte nur bei 1 € Kräften oder ehrenamtlichen Helfern billiger werden, normal gerechnet entspräche das, das mindestens 3 Mitarbeiter eingestellt werden müssen um den Betrieb aufrecht zu erhalten. 3 Schichten a 8 Stunden und das alleine, Wochenende   Urlaub / Krankheit muss ausfallen. Sind Pi mal Daumen ca 80.000,00 € incl. Lohnkosten/ Jahr. Dazu kommt natürlich der vorherige Umbau, Grundstückssteuer, Energie, Wasser, Futter, Medikamente? tierärztliche Versorgung etc. +

Shuttletransport nach Beelitz:

Anschaffung eines derartigen Fahrzeuges/ Versicherung dafür, Benzin etc, Fahrer

Okay, also wir waren bei ca 294.000,00 € im Jahr bei 66 Tieren die einen vollen Monat nächtigen, und das bei einem ca Preis von 10,00 € pro Nacht.+ 80.000,00€ Personalkosten zzgl. Shuttle, Grundstückskosten usw.=mindestens ca  380.000,00 € Kosten für die Stadt Potsdam pro Jahr.

Wie war das?141.000,00 € im Jahr kann sich Potsdam nicht leisten ? Okay, bezahlen wir eben mehr. Im Übrigen bin ich nicht überzeugt davon, das das Pfötchenhotel entsprechende Kapazitäten hat, um alle Tiere aufzunehmen, so dass Potsdam bald wieder vor demselben Problem steht.

Aber cool, vielleicht sollte ich ein Pfötchenhotel in Potsdam aufmachen, das rentiert sich ja richtig.Oder werde ich lieber Mitglied der Stadt? Sowas krieg ich auch hin.

Notfalls können die Tiere ja dann im neu aufgebauten Stadtschloss leben und Günter Jauch sammelt fürs Futter. Den Eingang haben wir ja schon.

 Mit den besten Wünschen

Ihre Desas

                                                                                 

Tierheim wird geschlossen!

“Liebe Potsdamer,
das betrifft Euch alle. Die Stadt läßt Euch mit Euren Sorgen und Abgabetieren im Stich. Rechtlich gesehen ist eine Gemeinde nicht für die Abgabetiere verantwortlich. Der Besitzer ist selbst verpflichte, sich um den Verbleib des Tieres zu kümmern, wenn es selbst nicht mehr in der Lage ist, das Tier zu halten. Das ist die Theorie. In der Praxis ist es aber so, dass die Tiere meist aus einer Notlage heraus abgegeben werden. Die wenigsten Tierhalter geben ihre Tiere “freiwillig” ab. Ist eine Notlage erstmal da, bleibt häufig nur das Tierheim als Alternative. Das ist auch gut so, weiß man doch sein Tier in guten Händen, die ihr möglichstes versuchen werden, dem Tier bald ein neues, gutes Zuhause zu geben.

Möglich ist die Aufnahme der Abgabetiere nur durch die unermüdliche Arbeit des Tierschutzvereins, der Tierheimmitarbeiter und der vielen ehrenamtlichen Helfer, die das “finanzielle Verlustgeschäft -Abgabetiere” zu einem Erfolg für Tier und Mensch werden lassen. Diese Möglichkeit soll uns und den Bürgern von Potsdam und Umgebung nun genommen werden.”

[via http://tierheim.tierschutzverein-potsdam.de und http://klisch.net/?p=438]

Potsdam.de

Habe gerade im Auftrag der Marketing- Abteilung der Stadt Potsdam die Website der Stadt nach deren Usability untersucht und begutachtet.
Falls Ihr noch Bemerkungen zu http://potsdam.de habt, dann teilt mir das doch bitte mit und ich kann das noch in das Papier mit aufnehmen.

Teilnehmer für den dritten music media campus @ popkomm gesucht.

Für Auszubildende/ Studenten der Tontechnik, für Tontechniker, für junge Musikproduzent/innen, Tonmeister/innen und Musiker/innen, Toningenieure, Marketingfachleute und Labels, für junge Journalist/innen und Redakteur/innen mit ersten eigenen Artikeln oder Produktionen, die nicht älter als 29 Jahre sind:

Ab sofort werden neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den dritten music media campus @ popkomm gesucht.
Das Angebot in diesem Jahr:
Musikjournalismus (Radio, Podcast, Print, Online, TV und Vodcast) * Mikrofonierung * Musikmarketing * Live-Mixing

Die Bewerbung für die kostenlosen Workshops ist unter http://musicmediapark.de/campus.html möglich.

Infos zum music media campus @ popkomm findet Sie auch online unter http://www.musicmediapark.de