Archiv für den Autor: Benjamin Freddi

Kartoffel-Kaczynski go oder vielmehr stay at home!

Neulich hab ich einen wunderbaren Artikel von einem gewissen Gerald L. im Hamburg-Blog gelesen. Darin wir ziemlich heftig gegen einen möglichen Hamburg-Besuch des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski protestiert.
Dem kann ich mich vorbehaltlos anschließen. Gemeinsam mit seinem Bruder Jaroslaw (Ministerpräsident) regieren die Kaczynski unseren Ostnachbarn und werfen das Land ideologisch um Dekaden zurück.
Sie stehen nicht nur für die Wiedereinführung der Todesstrafe. So dass es konservativer kaum geht, wehren sie sich vehement gegen die Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexuellen.
Gerald L. tut gut daran, wenn er diese Gesinnung als „geradezu antizivilisatorisch“ deklariert. Also falls die Bundesregierung, der Oberbürgermeister, oder wer auch immer, irgendwann von der Sau geritten, auf die Idee kommen sollten, den von der taz einst formidabel als Kartoffel karikierten, Politiker nach Potsdam einzuladen, steh ich aber mit einem geeigneten Transparent vor dem Rathaus.

Ernährungsfehler…

…könnte man mir bescheinigen, wenn man mich ohne T-Shirt sieht, dem Sänger der gleichnamigen Band die am Freitag im Archiv aufspielt allerdings nicht. Ohne ins Schwärmen zu kommen muss ich neidlos gestehen, dass er doch zumindest einmal gesund aussieht. Genauso knackig ist auch die Musik, die er und seine Jungs den zuhörenden Ohren so angedeihen lassen wollen. Allen die von Deutschpunk nicht so viel Ahnung haben sei gesagt: Ernährungsfehler sind schon fast steinalt, kommen aus Magdenburg und können schon gut und gerne mit der Siegel „legendär“ ausgezeichnet werden. Warum weiß ich allerdings auch nicht, liest sich aber gut oder? Egal. Um 22:00 Uhr geht es los, im Vorprogramm gibt es zur Einstimmung etwas Surf-Punk, der will man der Sachkundigen Booking-Abteilung des Archiv Glauben schenken auch legendär ist. Kredenzt wir dieser dann von der Gruppe Pozor Vlak, auch aus Magdeburg.

Freitag, 15.09. 22:00 Uhr Archiv

Haben sie in den letzten 24 Stunden irgendwelche Drogen zu sich genommen?“

Wie ein Neger der in einem großen Auto durch Beverly Hills fährt eine „routinemäßige“ Verkehrskontrolle auslöst, so werden in Brandenburg immer mehr langhaarige Männer, in Fahrzeugen jedweder Bauart angehalten.
„Guten Tag, Stationförster Schmidt mein Name, Allgemeine Verkehrskontrolle! Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte!“ Nachdem ich dem freundlichen, doch mürrischen Schutzmann meine Papiere gegeben hatte, kam auch gleich die Frage, die ich sowieso erwartet hatte: „Haben sie in den letzten 24 Stunden irgendwelche Drogen zu sich genommen?“ Ebenso gut hätte ich auch ja antworten können, verneinte ich wahrheitsgemäß seine Frage. Meine Antwort offensichtlich ignorierend, bat mich der Gesetzeshüter, an diesem verregneten Sonntagnachmittag zur Speichelprobe. Lächelnd gab er mir auch gleich zu verstehen, dass die Prozedur gut und gerne 15 Minuten meiner Zeit in Anspruch nehmen könne. „Na klar, kein Problem!“ Log ich ihn an. Auf die Frage warum denn gerade ich des Konsums illegaler Drogen verdächtigt werde, sagte er mir wohl wissend, dass er gerade dabei ist mich zu diskriminieren, dass ihn meine langen Haare auf diesen Trichter gebracht hätten.
Naja klar. Ihm zu erklären, dass es auch Leute geben soll, die ihr Haupthaar aufgrund modischer Aspekte lang tragen, ersparte ich mir und leckte an seinem Teststreifen.
Auf meine Frage, ob ich nicht die Wartezeit, bist ein Ergebnis vorliegt, mit Tanken an der Tankstelle auf der gegenüberliegenden Tankstelle verbringen könnte, willigte er erstaunlich kulant ein. Also bin ich eingestiegen, habe den Gurt angelegt und bin zur Tankstelle gefahren. Nachdem Hinfahren und Tanken gerade einmal 4 Minuten in Anspruch genommen hatten, und man ja schließlich nichts weiter zu tun hat, wenn man auf die Ergebnisse eines Drogentest wartet, hab ich meinen Bullenhass und die alten Liedtexte von Slime, die mir gerade durch den Kopf schossen, ignoriert und das Gespräch mit dem Polizisten gesucht.
Auch einen Kaugummi hab ich ihm angeboten, den lehnte er allerdings ab, was ich mit nem schlagfertigen „Sind im Dienst wa?“ quittierte. Daraufhin klärte er mich über den desolaten Zustand seiner Zähne auf und, und sagte dass Kaugummis wohl seine Plomben ziehen würden. Aha. Immerhin, eine Unterhaltung zwischen mir und nem Bullen, am ersten Mai noch undenkbar gewesen.
Die Frage ob man den schon was erkennen könnte, brachte dann allerdings Ernüchterung. „Also ein kleiner Ausschlag ist zu erkennen.“ Wie ist den das möglich, ich lehne Drogen und auch die dazugehörig Subkultur ab!“, log ich ihn abermals an. Das hat gezogen.
Er sah mir noch mal scharf in die Augen und sagte, mit seiner Macht die er über mich hatte kokettierend: „Ich glaube an das gute im Menschen, und außerdem spinnen die Tests manchmal, schönen Sonntag.“
An die unermessliche Blödheit Staatsbediensteter glaubend, stieg ich in Mein Auto und fuhr davon. Siegreich, wenngleich ich mir mal wieder vom System gefickt vorkam.

Falsch geparkter Rollmops bedroht die Welt.

Die Sensibilisierung gegenüber Anhaltspunkten die auf schlimme terroristische Aktionen hinweisen könnten, nimmt mit der Zeit erschreckende aber auch lächerliche Züge an. Lächerlich insofern, dass sich gestern die drei Typen die einen Koffer an der Breite Straße postiert haben, vor Lachen den Bauch gehalten haben müssen, als doch tatsächlich ihretwegen die Straße gesperrt wurde und eine Spezialeinheit den Koffer untersuchte.
Genial, so einfach ist es also öffentliche Strukturen lahm zu legen.
Das eröffnet der Stadtguerilla ganz neue Möglichkeiten. Hier mal nen Koffer vergessen, da ne Reisetasche stehengelassen und schwupp die wupp herrscht der Ausnahmezustand.
Das schränkt den aufrichtigen Bürger natürlich immens ein. Verreisen wird irgendwann kaum mehr möglich sein. Jeder Gepäcktragende ist schließlich ein potenzieller Terrorist.
Da muss sich die Bundesregierung was einfallen lassen. Hilfreich wären da formelle Anträge, mit denen jeder Reisewillige vier Wochen vorher seinen Ausflug beantragen muss. Anhand Reiseziel und genauem Reisedatum, wäre ja dann ja schon von vornherein klar, zu welchem Zweck der Koffer mitgeführt wird. Wird also jemand ohne Urlaubsschein, dafür aber mit einem großen Samsonite angetroffen, ist der Fall ohne große Untersuchungen klar, und der Terrorist kann den amerikanischen Behörden zur weiteren Verwahrung auf Guantanamo übergeben werden.
Schöne neue Welt!

2. Seifenkistenrennen in der Waldstadt II

Am 10. September lädt der Breitband e.V. zum 2. Seifenkistenrennen in der Waldstadt II ein. Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren können auf der Buckelpiste „Brösinger“ in ihren selbstgebauten Seifenkisten um die Wette fahren.
Ab 10 Jahre, heißt das etwa dass der erst dreißigjährige Benjamin Freddi auch mitmachen darf? Wohlkaum, in welche Seifenkiste würde ich schon reinpassen? Und mit nem Sarg würde ich wegen der ganzen Kinder und natürlich meines Aberglaubes auch nicht antreten wollen. Aber ansonsten finde ich, ist das ne tolle Sache, hoffen wir nur, dass auch genug Kiddies von der Playstation wegzulocken sind. Wie durch denVeranstalter bekanntgegeben wurde, sei für „die nötige Stärkung mit Getränken und Gegrilltem natürlich gesorgt.“ Wenn auch außer Wertung, werde ich mich an deren Verstoffwechselung beteiligen.

And now for something completely different…

Nein Monty Python’s sind nicht in der Stadt, ich wollte lediglich zu etwas ganz anderem überleiten. Nämlich was völlig belanglosem. Die Rede ist vom Wetter und die Macken meiner Nachbarn. Ich wohne in einer halbwegs sanierten Wohnung. Insofern interessiert mich der Vorgang, durch den meine Räumlichkeiten durch wohlige Wärme gemütlich gemacht werden, nur am Ende des Jahres wenn ich die Nachzahlungsrechnung präsentiert bekomme. Auch das heizt, wenn auch nur mein Gemüt. Ganz anderer Natur, wohl ob seiner weniger sanierten, rustikaleren Wohnung ist da mein Nachbar. Der hat nicht den teuren Luxus einer Gasheizung, sondern eine Ofenheizung. Jene hat er heute Morgen schon mal angeworfen. Da habe ich mich dann doch etwas gegruselt. Weil ihm kalt war kann er ja wohl nicht geheizt haben. Schließlich ist es ja nicht kalt. Folglich muss er entweder Indizien die auf einen Mord hindeuten könnten verbrannt haben, oder sich selbst. Ich weis allerdings nicht welche der beiden Möglichkeit ich bevorzugen möchte. Ist beides irgendwie tragisch. Geht doch aus der Geschichte klar hervor, dass jemand den Löffel abgeben musste.
Armer Herr Müller in was für einer ausweglosen Lage muss er sich befunden haben, dass er soweit gehen musste. Natürlich ist das jetzt reine Spekulation, aber insgeheim wissen wir alle hier im Haus: Der Müller hat erst die Leiche seiner Frau, und dann sich selbst verbrannt. Bei so etwas spricht man wohl von einem Familiendrama.

Mensch Samson/Kiezmann

Nanu, was ist denn hier los? Doofe Frage, ich hab mir die ganze Sache mal reingezogen. Wie es aussieht habt ihr einen Hass auf nen Blogger der im Wilhelmshaven-Blog schreibt. Angeblich weil er gaaaanz viele Polizeimeldungen schreibt nur um nen Preis abzustauben.. Wie fies. Eine Frage hätte ich da aber: Was kümmert Euch das? Bilde ich mir das nur ein, oder habt Ihr lieber Kiezman und Samson nicht letztens erst klar gestellt, dass Ihr nur des Bloggen wegens bloggt? Da müsste Euch ja der Typ aus Wilhelmshaven scheißegal sein. Denn der ausgelobte Preis ist Euch ja scheinbar auch egal. Das was ihr macht ist nicht nur über den Tellerrand schauen, ihr starrt ja richtig auf das Essen des Gegenübers. Peinlich Peinlich. Eure ernst gemeinten Beiträge werden mir allerdings fehlen. Erst letztens hab ich auf dem Uni-Klo gehört wie sich zwei Typen darüber unterhalten haben, dass sie letztens im Potsdam-Blog nen Bild von nem mit Comics tapeziertem Klo gesehen hätten. Das war doch einer von Euch, der darüber berichtet hatte, oder?

Lex Barker Experience

Freitagabend schon was vor? Ja? – Absagen. Am Freitag feiert die wunderbare Lex Barker Experience ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum. Und wir alle feiern natürlich mit. Mit feinstem Ska in einer Qualität wie wir es von den acht Potsdamern gewohnt sind wird der Lindenpark zum kochen gebracht. Also Pfandflaschen abgeben und für 8 Euro ne Karte kaufen. Im Vorprogramm spielen übrigens die fabulösen Weißwurschtis. Auch die sollte man sich nicht entgehen lassen.

Beginn ist um 18:00 Uhr

Out of Bed

Ob man jenes Produkt, welches gerade durch metrosexuelle Rockmuschis in einem Loreal-Werbespot angepriesen wird, wirklich braucht halte ich für fraglich. Das Gel für das da geworben wird, verspricht einen super wilden „Out of Bed“-Look. Genial. Muss ich also nicht mehr pennen um auszusehen als ob ich gerade gepennt habe. Bin ich nach dem Gebrauch der Wunderpaste auch gleichzeitig schön ausgeschlafen?
Nee mal im Ernst, meinen die wirklich dass Leute Kosmetikkram kaufen, der sie nach dessen Anwendung aussehen lässt, als hätten sie überhaupt nichts mit sich angestellt? Wenn Loreal die grenzenlose Doofheit der Menschen als fixe Größe genommen hat, müsste die Rechnung aufgehen.

Grilltipp: Leckere Marinade

Das einfachste Rezept erweist sich in vielen Fällen gern mal als das leckerste. Wie beispielsweise das folgende:

Um nicht immer das eklige fertig-marinierte Grillfleisch kaufen zu müssen, sollte man ein mal im Leben mutig sein, und die Zubereitung der Marinade selbst in die Hand nehmen. Als erstaunlich einfach und doch irgendwie raffiniert kommt da die Bier-Senf-Marinade daher. Dazu benötigt man wie konnte es auch anders sein, Bier und natürlich Senf. Ferner wären etwas Olivenöl, zwei große Zwiebeln eine Knolle Knoblauch und etwas Rosmarin auch nicht verkehrt. Die Zwiebeln und den Knoblauch schneidet man hübsch klein und legt sie erst einmal beiseite bis der veranwortungsvollste Arbeitsschritt erledigt wurde. Das Bier und der Senf müssen nämlich zu einer feinen sämigen Sauce verrührt werden. Ist das geschehen geben, wir die Zwiebelgewächse das (oder den?) Rosmarin und einen guten Schuss Olivenöl dazu.
Nun zum Fleisch. Daumendicke Schweinekammscheiben bieten sich wunderbar an, sind sie doch relativ preiswert und nicht zu mager. Hat man sie schön mit dem Fleischklopfer bearbeitet können sie von beiden Seiten gesalzen und gepfeffert, und in der Marinade versenkt werden. Anschließend stellt man die Schüssel kühl und lässt das Fleisch mindestens 15 Stunden durchziehen. Danach lecker grillen und sich loben lassen.

Fairtrade: Netter Versuch!

Hab gerade beim Einkauf Lidl‘ s Fairtrade-Regal(chen) entdeckt. Ist zwar nicht besonders groß, die Auswahl, aber immerhin. Allerdings bin ich mir bei Lidl nicht so sicher, ob wo Fairtrade draufsteht auch unter fairen Bedingungen hergestellte Produkte drin sind. Wenn ein Kaffebohnenpflücker nachdem er 12 Stunden lang ausgebeutet wurde für seine Überstunden eine annehmbare Bezahlung erhält ist das ja auch nicht gerade der Kracher. Genauso lächerlich ist es, dass gerade einer der größten Discountmärkte, der mit seiner Preispolitik erheblichen Druck auf die Lieferanten und Hersteller ausübt, einen auf fairen Handel macht. Damit wird die dreckige Weste bestimmt nicht weiß. Pseudowohltäter!

Deschamps trainiert Juve

Welcher Kapitän ist denn so blöd und heuert auf einem sinkenden Schiff an? DerFranzösische Ex-Nationalspieler und Weltmeister Didier Deschamps scheinbar. Deschamps wird in der nächsten Saison den in den Manipulationsskandal verwickelten Traditionsverein Juventus Turin trainieren. Wenn alles gut geht, sehen wir den Verein der seit acht Jahren Schiedsrichteransetzungen manipuliert haben soll in der dritten italienischen Liga wieder. Mit noch mehr Glück wird Berlusconis, fast hätte ich „Faschistenverein“ gesagt, AC Mailand ebenfalls zwangsdeklassiert.

Aber um noch mal auf Deschamps zurück zu kommen: Angeblich ist es dem 37-jährigen Trainer egal in welcher Liga die „Alte Dame“ landen wird. Vermutlich wird aber einfach nur die Bezahlung stimmen. Für den entsprechenden Obulus hätte ich auch nichts dagegen Vereine wie „Vorwärts rote Rübe Petzow“ oder „Traktor Kohlhasenbrück“ zu trainieren. Aber warten wir mal ab was noch schönes in Italien passiert. Dummerweise lässt die zuständige Instanz auf ihr Urteil warten. Geplant war die Verkündung ja für heute oder morgen, nun sieht es wohl so aus, als ob wir erst am Wochenende mit Fug und Recht behaupten können, dass die italienischen Fußballer alle korrupte unsportliche Schweine sind.

Schland gegen Italien – 0:2 nach Verlängerung

Morgen wollte ich mit meiner Freundin essen gehen, versteht sich ja wohl von selbst, dass gerade eben die Wahl auf einen Griechen gefallen ist. Ich würde es einfach nichts übers Herz bringen einem Italiener nach der Aktion ein Trinkgeld zu geben:
Da fang ich an mich für Fußball zu interessieren, flipp im Viertelfinale fast aus vor Euphorie, nur dass Deutschland im Halbfinalle gegen dieses so genannte Italien rausfliegt? Nö, find ich scheiße! Ist mir auch scheißegal, dass die Italiener besser waren. Wenn ich mich zum Fußballschauen herablasse, will ich auch dass die von mir auserwählte Mannschaft gewinnt. Da ist die Frage der Nationalität ersteinmal sekundär. Überhaupt such ich mir die Mannschaften sowieso nach dem Design der Trikots aus. Die der Deutschen waren doch klasse oder? Schlicht aber schön. Und dass sie bis heute sogar noch durch Fußballspielen überzeugen konnten, hat prima gepasst. Schade dass sie gegen eine so hässlich gekleidete Mannschaft ausscheiden mussten.

Restauration live!

Wie ich gerade gelesen habe, können Besucher jetzt bei den Restaurationsarbeiten in den Potsdamer Schlössern live dabei sein. Wie spannend ist das denn? Ob das Event wohl auch im Fernsehen übertragen wird? Ich könnte mir gut vorstellen, dass Béla Réthy die ganze Sache kommentiert und arrogante Halbwissenjongleure von dem Format eines Günter Netzer die Vorstellung dann auswerten: „Und wie er den Pinsel geführt hat, viel zu pomadig!“ – Richtig vermarktet, wäre auch das ein Knaller.

Ach übrigens, nächste Woche habe ich einen Klempner im Haus, die Exklusivrechte werden allerdings nicht billig.

Einfach mal abschalten

Wenn man als heterosexueller Mann in einer Beziehung mit einer ähnlich gepolten Frau lebt, kommt man immer wieder in die Gelegenheit sich amerikanische Vorabendserien anzuschauen. Die Tatsache, dass die Folgen vom Vortag schon ab 10:00 Uhr wiederholt werden und sich die Ausstrahlung der neuen nahtlos anschließt, macht den ganzen Tag zum Vorabend.
Am eigenen Leib hab ich gespürt wie unterschwellig sich diese Formate ganz beiläufig das Interesse erschleichen. Natürlich versuche ich mich dem zu verweigern, jedoch ertappe ich mich immer wieder, wie ich meine Freundin nach Neuigkeiten in einschlägigen Serien frage. Ehrlich beschissen, aber irgenwie doch interessant finde ich die VOX-Serie „McLeods Töchter“ (na gut ist wohl australisch). Diese stellt auf ekelhafte Weise dar, wie Frauen in einer Männerdomäne, nämlich einer Farm in Australien, gänzlich ohne das maskuline Pendant auskommen. Dabei werden Klischees bedient, dass es nur so raucht. Wie dem auch sei, die Schicksale der einzelnen Charaktere interessieren mich einfach.
Ähnlich bescheuert, nur schlimmer ist die Sendung „Gilmore Girls“! Habt ihr mal beobachtet wie sich die beiden Protagonisten ihres Zeichens Mutter und Tochter, und wer hätte es gedacht auch noch beste Freundinnen, unterhalten? Die hauen sich mit Coolness, Witz und Zynismus fast die Fresse ein. Eine einfache Frage nach der Uhrzeit wird da mal schnell zum Kleinkunstfestival. Aber wie sehr ich die beiden auch hasse, anschauen tu ich mir den Rotz trotzdem. Ich glaube dass man sich dem als Fernsehempfänger nur schwer entziehen kann. Ist die Glotze einmal an wird man, wie niveaulos die flimmernde Scheiße auch ist, unweigerlich in ihren Bann gezogen. Da hilft glaub ich nur Fenster auf und raus den Kasten. Oder im Sinne Peter Lustigs „einfach mal abschalten!“

Rainald Grebe

Kürzlich habe ich durch Zufall den Fernseher angestellt und noch viel zufälliger eine Sendung mit Palümm Palümm – Dieter Hallervorden angeschaut. An sich kaum der Rede wert, hätte ich in besagter Show nicht zum ersten mal eine Darbietung des begnadeten Entertainers Rainald Grebe gesehen. Natürlich kam ich nicht umhin, mich über den Burschen zu informieren.
Nicht nur sein Lebenslauf spricht Bände auch Kritiker und diverse Kleinkunstpreise bescheinigen dem Wahl-Ossi ein gehöriges Talent. Ob Solo am Klavier oder mit seiner Combo der „Kapelle der Versöhnung“, Rainald Grebe hat es einfach drauf. Seine skurrilen fast anarchischen Texte überlassen dem Publikum die schwierige Wahl zwischen Lachen und Weinen. Seine trockene Art das zu vermitteln gibt dem Auditorium den Rest. Schaurig schön ist, um mal ein Beispiel abzugeben, folgendes Lied über Brandenburg, dass hier zu hören ist: http://www.alexia-agathos.de/index.php?g=1&r=7&data=4

Zu seinem Konzert in der Bar jeder Vernunft am 26. diesen Monats werd ich auf jeden Fall vorbeischauen.

Erlauchte Los Rapidos,

wie unschwer zu erkennen, sprach in meinem Konzerttip, der auf das Aufspielen Eurer Kapelle aufmerksam machen sollte, der Neid aus mir. Ich bin ein großer Fan jeglicher Gitarrenmusik und spiele selbst seit einigen Jahren Gitarre. Leider bin ich über „Der Kuckuck und der Esel“ nie hinaus gekommen und kann es nicht verkraften, dass Ihr tausendmal besser seid als ich limitierter Saiten-Padawan. Auch muss ich mich wegen des Affronts gegen den von mir fälschlicherweise als zwergenhaft bezeichneten Sängers entschuldigen, ist er doch mindestens normalgroß. Weiterhin sieht er auch in keinster weise wie Buddy Holly aus. Weder vor, noch nach dessen Absturz. Seid bitte nicht böse mit dem alten „Möchtegern-Gut-Schreiberling“. Dass ich Euch als niedlich bezeichnet habe, muss ich nach der Lektüre Eurer Internetseite leider so stehen lassen, seid Ihr doch, mit Verlaub, wirklich süße Knaben.

Bis bald, Euer Benjamin Freddi

Kunst darf – Kunst muss!

Dass Kunst alles darf, ist ja hinlänglich bekannt, aber was Kunst muss, darüber hab ich mich letztens mit einem Bekannten gestritten. Besagter Bekannter ist Fan der Neofolk-Combo „Death in June“ deren Konzerte, wie er selbst berichtete, häufig von Neonazis frequentiert werden. Der Sänger Douglas Pearce, soll sich zwar Jahre zuvor vom Nationalsozialismus distanziert haben, stehe aber nach Ansicht meines Bekannten mittlerweile über solchen Dingen, und will sich zum Einen nicht „festnageln“ lassen, und zum Anderen jedem seine „Meinung“ zugestehen. Nicht „festnageln lassen“, jemanden „seine Meinung“ zugestehen!? Mir ist das Herz explodiert! Als Künstler ist es seine gottverdammte Pflicht sich von Rechtsradikalismus zu distanzieren und sich jeden Tag aufs neu als Antifaschist festzunageln. Rassistischen Theorien nachzuhängen ist keine Meinung, das ist schlicht und einfach ein Verbrechen. Wer über Stimme und Podium verfügt und noch dazu vor einem zweifelhaften Publikum zweifelhafte Musik macht, hat sich zu outen: „Idioten verpisst Euch!“ oder aber: „Hey, ich bin auch ein Idiot!“

Slaytanic Wehrmacht

Slaytanic

Wenn man gern Gitarrenrockmusik hört, dann bleibt einem zwangsläufig auch nicht das Genre Metal erspart. Ferner muss man sich auch irgendwann damit abfinden an der einen oder anderen Band, der von Mutti gerne als „Satanistenscheiße“ bezeichneten, Stilrichtung Gefallen zu finden. Ähnlich geht es mir mir Slayer. Deren Musik gefällt mir wirklich gut, und rockt wie sau! Was ich aber voll Kacke finde sind die ekelhaft hässlichen Bandshirts, mit Motiven wie oben zu sehen. Was soll das? Ist das schlichte Provokation, oder fehlt den Amerikanern einfach der Bezug zu dem Thema, so dass Nazi-Symbole aus modischen Aspekten verwendet werden?

Los Rapidos

Wer sich heute Abend die Ohren mit einer großen Portion Rock ’n‘ Rollmit Surfsoße vollschlagen will, sollte sich in den Nil-Club begeben. Zu Gast sind die unglaublichen Los Rapidos. Im Gesicht des zwergenhaften Sängers, so sagt eine Legende, kann man die Grimasse sehen, welche Buddy Holly über Mason City machte, als der Pilot über Funk den bevorstehenden Absturz bekannt gab.
Doch sind die „Schnellen“ nicht nur ein Hingucker, auch musikalisch haben sie einiges auf dem Kasten. Mit Double Picking á la Dick Dale haben sie mich einst verzaubert, dass mir ihr Konzert wie der Flügelschlag eines Schmetterlings vorkam.
Ansonsten kriegen die Jungs ein abendfüllendes Programm zusammen. Wem es so scheint als höre er Misirlou zum dritten mal, der halte bitte die Gusche. Das ist nämlich Teil des Programms, und nicht auf ein kleines Repertoire zurückzuführen.

Beginn ist um 21:00 Uhr. Freibier gibts nich!

Brunch im Alex

Fürstlich speisen, oder einfach fressen wie ein Bekloppter, kann man beim Brunch im „Alex“ am Platz der Einheit. Das haben jedenfalls meine Freundin, ich und ein uns bekanntes Pärchen am Sonntag so getan. Na gut der einzige der wie ein Bekloppter geschaufelt hat, war ich. Die anderen konnten sich zügeln. Aber „All U Can Eat!“ heißt für mich nunmal alles was reinpasst. War übrigens ein fairer Deal. Für schlappe 8 Euro gab es einen Saft, und ein Buffet, dass wirklich jede Frühstücksabnormität bedient. Ich habe mich in dem Falle wie ein Engländer aufgeführt, und Speck, Würste und Rührei in mehreren Gängen verzehrt. Mit dem Speck hab ich es allerdings übertrieben. Auf der Fahrt nach Hause war mir dann etwas blümerant. Meine Freundin hat mir dann prophezeit, dass ich im Falle eines Falles ein lebendes Ferkel auskotzen würde. In Ossimanier blieb aber alles was bezahlt wurde drin.

Wollt Ihr lieber Kühe besamen?

In meiner Ausschreibung vom Mittwoch hab ich demjenigen, der meine Deckenplatten abreißt 10 Euro angeboten. Aber komischerweise hat sich noch nicht einer gemeldet. Sind 10 Euro zu wenig, oder hat der Durchschnittspotsdamer schon genug Geld. Ich gebe ja offen zu, dass es eine Schweinearbeit ist, aber es gibt schlimmeres. Die Arbeit eines Besamers zum Beispiel. Das stell ich mir schon echt eklig vor. Aber das muss auch gemacht werden. Obwohl eigentlich nicht. Niemand hat gesagt, dass der Mensch Kühe züchten muss. Man könnte den Tieren ja auch die Chance geben sich auf natürlichem Wege zu vermehren: Ausgehen->Näher kennelernen->Ficken, so der übliche Werdegang. Das beißt sich natürlich mit wirtschaftlichen Interessen. Ergo, Besamer müssen her! – Aber wollen wir den Exkurs in die Landwirtschaft erstmal beenden und zu meinen Deckenplatten zurückkehren. Die sind nämlich immernoch dran. Bis Montag müssen die ab sein. Also was ist? Ich packe auch noch eine Kasten Bier drauf. Und wenn Ihr Euch gleich meldet auch noch ne Handvoll Sprotten. Bitte!

Hallo ihr Arbeitswütigen

Ich will aus meiner Wohnung ausziehen, aber die verdammten Kapitalistenschweine von der Wohnungsbaugesellschaft meinen, dass ich die Deckenplatten, die mir der bekloppte Vormieter aus Faulheit untergejubelt hat, gefälligst abreißen soll. Schweine! Ich selbst bin dazu zu faul. Auf díesem Wege suche ich aber einen Fleißigen, der mir die Styroporscheiße von der Decke puhlt. Ich bezahl auch 10€.

Rock in Caputh VI

Sehr interessant dürfte wohl das diesjährige Rock in Caputh OpenAir werden. Headliner sind die unglaublichen Mutabor. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt und freue mich wie ein Caputher (hihihi). Wär natürlich gemein, wenn ich die anderen Bands nicht erwähnen würde. Also: weiterhin spielen auf: Fortunate Fools, Photonensurfer, Maggies Farm, Thee Flanders und Don Kopischke. Wird also ein superdolles Festival mit jeder Menge Rock and Roll in der Luft und bestimmt auch Bier im Bauch.

Samba!

Samba

Betrachtet man den Preis, scheinen die Schuhe aus der Sportartikelschmiede ADIDAS, die auf den temperamentvollen Namen „Samba“ hören, ein durchaus brauchbarer Fußschmuck zu sein. Gesetzt den Fall man hat 70 Ocken über und will diese aufwenden um die stinkigen Füße einzupacken. Beides traf auf mich zu. Auch der Name „Samba“, so dachte ich mir, könnte meinem sonst so trägen Körper eine gewisse Leichtfüßigkeit verleihen. Maybe?
Aber kommen wir zu des Pudels Kern. Die Schuhe sehen, superfresh aus, um mal auf das Vokabular metrosexueller Modejunkies zurückzugreifen. Aber vom Handling bin ich einigermaßen enttäuscht. Obschon ich mit meinem subjektiven Urteil die Händearbeit von vermutlich minderjährigen Schwellenländlern scharf kritisiere, muss ich sagen, dass diese Schuhe überhaupt nichts für den täglichen Gebrauch sind. Mal schnell reinschlüpfen, losrennen und eventuell noch die Bahn kriegen, klingt verlockend, ist aber mit den Sambas nicht zu machen. Diese feinen Geschöpfe wollen gebückterweise mit beiden Händen sorgfältig aufgeknotet und mit dem Einsatz der kompletten Armmuskulatur über die Hacken gezwungen werden. Und dieser weiße Zipfel am Ende des Schuhs (siehe Foto) setzt alles daran dieses zu verhindern. Das Schuhanziehen will wie ein Stammesritual zelebriert werden, scheißegal, ob man in Eile ist oder nicht.

Grillen vs. Chemische Verbrennung

Grillsaison pappalapapp! Zum Grillen braucht man doch gar keine passende Jahreszeit. Jedenfalls nicht solange man Finalgon im Haus hat. Dahinter gekommen bin ich, als ich letztens ne fiese Zerrung hatte, und auf Anraten meines sportbegeisterten Kumpels, die entsprechenden Stellen mit diesem Teufelszeug eingeschmiert habe. Natür völlig überdosiert, wie mir schon kurze Zeit später schmerzender Weise auffiel. Diese verdammte Höllensalbe hat gebrannt wie Portugal im letzten Sommer. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man damit auch Bratwürste und Steaks binnen Sekunden gar kriegt. Ich werds bestimmt mal testen, und ihr solltet das auch.
Guten Appetit.